Heute möchte ich dich einmal hinter die Kulissen mitnehmen und ein bisschen über meinen Alltag als Bloggerin sprechen. Du solltest dabei bedenken, dass dieser Alltag aus höchstens 1-2 Stunden täglich besteht. Mehr Zeit steht mir fürs Schreiben und Bloggen normalerweise nicht zur Verfügung.
Selbst am Wochenende habe ich oft so viele Termine, dass ich kaum zum Schreiben komme. Ich habe mir aber fest vorgenommen, jeden Tag wenigstens eine Stunde an meinem Blog zu arbeiten und an den meisten Tagen schaffe ich das auch!
Was liebst du am Bloggen?
Ich und das Bloggen, das ist die ganz große Liebe! Wir sind einfach füreinander bestimmt!
Dabei ist es so wie in jeder langjährigen Beziehung. Es gibt Tage, an denen einfach alles perfekt und wunderbar ist und es gibt Tage, da zieht sich alles, wie zäher Kaugummi und es will einfach nicht passen.
Ich liebe es, ein leeres Blatt vor mir zu haben und meine Gedanken zu Papier zu bringen. Ich liebe es, die Form mit Inhalt zu füllen und ich liebe es, jemanden zu haben, der auf mich wartet.
Mein Blog ist sehr geduldig, aber wir haben feste Verabredungen. Jeden Freitag geht ein neuer Text online. Diese Verabredungen einzuhalten, ist nicht immer leicht. Tatsächlich bringt mich das Bloggen an den meisten Tagen um den Verstand. Vielleicht liebe ich es deswegen so sehr! Es zwingt mich, ein besserer Mensch zu sein, meine Versprechen einzuhalten und präsent zu sein.
Das Schreiben frustriert mich immer wieder aufs Neue und doch weiß ich, dass ich es tun muss!
Es ist mir ein inneres Bedürfnis meine Gedanken auszudrücken und mit der Welt zu teilen, auch wenn ich mich dabei oft ungenügend und mangelhaft fühle. Denn es geht immer noch besser! Das Schreiben ist ein Prozess und auch wenn ein fertiges Produkt dabei herauskommt, sind Texte doch eigentlich niemals fertig und könnten immer noch weiter verschlimmbessert werden. Man muss daher an irgendeinem Punkt einfach eine Grenze ziehen.
Das ist ein Punkt, der mir am Bloggen besonders gut gefällt. Die Artikel sind in der Regel überschaubar. Ich kann mich intensiv mit einem Thema auseinandersetzen oder auch kürzere Beiträge verfassen, je nachdem, was der Stoff hergibt. Ich muss mich nicht wochenlang mit einer Sache befassen, sondern kann ganz meinen Bedürfnissen folgen und öfter mal das Thema wechseln.
Es gefällt mir sehr, dass ich in meinem Blog Narrenfreiheit genieße und tun und lassen kann, was ich will. Ich kann mir jedes Thema der Welt vornehmen und mich mit allem beschäftigen, was mir vor die Nase kommt. Da für mich die inhaltliche Auseinandersetzung über allem steht, liegt hier auch mein Hauptfokus.
Ich übe das Schreiben. Ich sammle Ideen und Gedanken. Ich versuche, über mich selbst hinauszuwachsen.
Wie kommst du auf Ideen für neue Blogbeiträge?
Zwar habe ich eine lange Liste mit Ideen für neue Blogbeiträge (fast 200), aber die meisten Themen, die ich aufgreife, sind Probleme oder Fragestellungen, die mich gerade aktuell beschäftigen. So war es zum Beispiel mit dem Artikel über Motivationsprobleme oder dem Gitarrelernen.
Es gibt Themen, die ich lange recherchiere und hin und her wälze und dann gibt es Themen, die ganz natürlich in meinen Fokus geraten und innerhalb von kürzester Zeit zu Artikeln ausformuliert werden. Dabei sind die Longrunner meistens einfach Fragestellungen, die eigentlich für einen einzelnen Blogpost viel zu groß wären und ich würde gut daran tun, sie in kleinere Probleme zu zerlegen. Dabei hilft mir die Recherche.
Ideen habe ich wie Sand am Meer und es kommen stets neue hinzu. Brainstorming ist eine meiner liebsten Beschäftigungen und ich erstelle ziemlich gern Listen zu einzelnen Themen oder auch gern Mindmaps/Cluster. Auf diese Weise kommt man vom hundertsten ins tausendste und hat eigentlich immer genug Stoff für neue Artikel.
Wie entsteht ein Blogpost bei dir von der Idee bis zur Veröffentlichung?
Ich finde, man kann das so rum gar nicht so richtig definieren, weil die meisten Ideen es ja nie zur Veröffentlichung schaffen. Man müsste sich den Prozess also rückwärts angucken. Tatsächlich schafft es nur ein sehr kleiner Prozentteil meiner Ideen, irgendwann ein richtiger Blogpost zu werden.
Ich beginne das Schreiben meist nur mit einer Überschrift, einem Gedanken oder einem formgebenden Konzept. Manchmal habe ich auch was, das einfach mal gesagt werden muss und ich schreibe zunächst alles nieder, was mir zu dem Thema in den Sinn kommt. Oft beginne ich den Schreibprozess auch mit Stichpunkten oder einer groben Gliederung. Die einzelnen Abschnitte arbeite ich dann weiter aus.
Nach dem Schreiben lese ich natürlich Korrektur und verbessere einzelne Stellen, wobei ich das eigentlich auch schon während des Schreibprozesses tue. Ich habe keine feste Grenze zwischen Schreiben und Korrigieren. Meine Sätze sind meistens schon im ersten Anlauf gut ausformuliert und ich überarbeite verhältnismäßig wenig.
Warum hast du die Multipotentialistin gestartet?
Ich habe die Multipotentialistin aus zwei Gründen gestartet.
Zum Einen wollte ich ein Dach für alle meine Projekte schaffen und so eine Art Portfolio erstellen.
Zum Anderen brauche ich den regelmäßigen gedanklichen Aderlass, den so ein Blog mit sich bringt.
Ich habe mir lange Gedanken gemacht, welche Themen ich behandeln möchte, habe Artikel vorgeschrieben und mich erst dann getraut, das Projekt zu realisieren und wirklich online zu gehen.
Ich hoffe nach wie vor, dass Andere meine Beiträge lesen und sich mit meinen Ideen auseinandersetzen, damit ich sie verfeinern, verbessern und weiter ausbauen kann.
Welche Ziele hast du für dein Blog?
Für das Jahr 2024 habe ich mir vorgenommen, die 100 zu knacken, das heißt, ich muss noch 50 weitere Blogposts veröffentlichen und ich denke, ich kann das in einem Jahr hinkriegen. Dafür werde ich weiterhin jeden Freitag einen qualitativ hochwertigen Artikel veröffentlichen und an den dahinter liegenden größeren Ideen schrauben.
Damit meine ich vor allem die dahinterstehende Philosophie. Besonders der Begriff Selbstverwirklichung ist für mich problematisch geworden, aber auch andere verwandte Konzepte, wie Produktivität, Erfolg oder auch Potential (das ja im Namen drinsteckt).
Ich denke also viel darüber nach, welche Werte ich mit meinem Blog vermitteln möchte und ich bewege mich definitiv weg von dem Konzept, mit dem ich ursprünglich gestartet bin. Dementsprechend werde ich bald die Startseite überarbeiten (oder komplett rausnehmen) und auch mit meinem Slogan bin ich zur Zeit gar nicht zufrieden.
Darüber hinaus wünsche ich mir natürlich auch, mein Publikum zu erweitern und mehr Menschen zu erreichen.
Jetzt Du!
Warum hast du mit dem Bloggen angefangen? Wie entsteht bei dir ein Blogpost?
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