Ziele erreichen mit der WOOP-Methode – So mache ich es

Die WOOP-Methode klingt nicht nur mitreißend, sie ist es auch. In 4 einfachen Schritten visualisierst du dein Ziel und räumst die größten Hindernisse aus dem Weg, sodass es viel wahrscheinlicher wird, dass du dein Ziel auch erreichst. Dabei ist WOOP ebenso einfach wie simpel und kann in nur wenigen Schritten durchgeführt werden.

Was ist die WOOP-Methode?

WOOP steht für

WISH → Das ist dein Wunsch
OUTCOME → Das ist dein Motivator
OBSTACLE → Das sind mögliche Hürden
PLAN → So überwindest du alle Hindernisse

So einfach, so genial! Schauen wir uns das im Detail anhand eines Beispiels an.

1.) WISH

Entscheide dich für einen Wunsch bzw. ein Ziel, das du erreichen möchtest.

Keine Panik! Falls in dir jetzt 98 Ideen aufploppen, schreibe sie alle auf und wähle dann denjenigen Wunsch aus, der dich gerade am meisten anspricht. Deine anderen Wünsche werden hier nicht vernachlässigt, dafür stehe ich mit meinem Namen, aber für diese Übung konzentrieren wir uns die nächsten 10 Minuten auf einen einzigen Wunsch.

Je SMARTer und spezifischer dieser Wunsch ist, umso besser ist es natürlich. Es kann ein kleiner Wunsch sein, den du im Laufe eines Tages erfüllen kannst, ein mittlerer Wunsch, der vielleicht eine Woche oder einen Monat braucht oder ein größerer Wunsch, für den du dir vielleicht ein ganzes Jahr Zeit nehmen möchtest.

Mein Wunsch lautet: Ich möchte 3 Songs auf der Gitarre spielen können.

2.) OUTCOME

Nun ist es an der Zeit deine Erfolge zu visualisieren. Nutze dafür das Medium deiner Wahl. Ich bin zum Beispiel keine Freundin handgebastelter Visionboards, weil ich zwei linke Hände habe, aber das ist totale Geschmacksache. Wenn du eine Bastelfrau bist, go for it! Wenn du dir ein Trello- oder Pinterestboard dafür anlegen willst, auch prima. Bilder sind super für das Gehirn und es schadet sicher nicht, sich Inspiration zu suchen.

Der wichtigste Punkt an dieser Stelle ist aber, dass du dir genau vor Augen führst, wie du dich fühlen wirst, wenn dein Wunsch wahr geworden ist. Stell dir die Situation so konkret wie möglich vor und spüre die Gefühle, die dabei in dir aufsteigen.

Folgende Fragen können dir dabei helfen:

  1. Woran merkst du, dass dein Wunsch sich erfüllt hat?
  2. Was ändert sich dadurch für dich und andere?
  3. Inwiefern wird die Welt durch die Erfüllung deines Wunsches ein kleines Stück besser?

Mein Outcome lautet: Ich sitze mit meinen Freunden im Park und spiele auf meiner Gitarre. Alle singen mit und sind guter Dinge. Vorbeiziehende Spaziergänger schenken uns ein Lächeln und in meinem Herzen scheint die Sonne.

So könnte das aussehen. Aber wo sind meine Freunde?

3.) OBSTACLE

Nun ziehen die Wolken auf. Klar wäre es toll, wenn dein Wunsch in Erfüllung geht, aber es gibt so vieles, was dir auf dem Weg dorthin in die Quere kommen könnte. Diesen Weg gehen wir jetzt. Was müsstest du tun, damit du dein Ziel erreichst und wer oder was versucht dich daran zu hindern?

Alle Widrigkeiten, Alltagsteufel und Blockaden notierst du dir jetzt. Damit unsere kleine Übung auch Spaß macht, schlage ich vor, dass du so richtig schwarz malst und jedes Hindernis nach Möglichkeit auf die Spitze treibst – frei nach dem Motto: Was ist das Schlimmste, was passieren könnte?

Meine Obstacles lauten:

  • Ich habe eine Million Sachen zu tun und kriege es absolut nicht auf die Reihe jeden Tag zu üben.
  • Die einzelnen Griffe und Übergänge ständig zu wiederholen, ödet mich an.
  • Ich vergleiche mich immer wieder mit Profimusikern und fühle mich wie eine totale Null.
  • Meine Nachbarn werden sich ob der schrecklich schrägen Töne beschweren.
  • Ich habe einfach keine Lust Gitarre zu üben.

4.) PLAN

Ich hoffe, du fühlst dich jetzt nicht richtig elend, sondern konntest ein bisschen über dich lachen. Natürlich sind deine Ängste und Befürchtungen absolut berechtigt, trotzdem finde ich es angebracht, sie mit ein wenig Humor zu betrachten. Wenn du lieber etwas nüchterner an die Sache rangehst, ist das aber auch kein Problem.

Der letzte Schritt besteht nun darin, uns den Widrigkeiten des Schicksals zu stellen und einen Aktionsplan zu entwerfen. Knöpfe dir jedes einzelne Biest aus Punkt 3 vor und überlege dir eine Gegenmaßnahme dazu. Eine gute Methode ist mit “Wenn…, dann…” Formulierungen zu arbeiten.

Mein Plan lautet:

  • Wenn ich eine Million Sachen zu tun habe, werde ich früh morgens gleich als Erstes Gitarre üben.
  • Wenn es langweilig ist, immer dasselbe zu wiederholen, übe ich einfach was Anderes.
  • Wenn ich mich mit Profimusikern vergleiche, überlege ich mir 3 Dinge, die ich besser kann, als jeder dieser Musiker.
  • Wenn meine Nachbarn sich beschweren, werde ich ihnen sagen, dass mir ihre ständigen Lachanfälle, sowie das Hundegebell auch nicht gefallen und man eben aufeinander Rücksicht nehmen muss.
  • Wenn ich keine Lust habe, Gitarre zu üben, mache ich es halt ohne Lust.

Man darf durchaus kreativ werden, wenn man sich seinem Schweinehund stellt und je spezifischer (und ungewöhnlicher) deine Gegenmaßnahmen ausfallen, desto wahrscheinlicher ist es, dass du sie im Ernstfall aus dem Hut zaubern kannst.

Damit sind wir fertig mit der WOOP-Methode. Es hat hoffentlich nicht weh getan und vielleicht sogar ein bisschen Spaß gemacht. Du darfst jetzt den Zettel mit den 97 anderen Wünschen wieder rausholen, wenn dir der Sinn danach steht, die Übung gleich noch einmal durchzuführen. Mir hat es sehr gefallen und ich werde jetzt noch motivierter meine Gitarrenübungen durchführen.

Jetzt Du!

Wie findest du die WOOP-Methode? Hast du Lust, sie gleich auszuprobieren und deine Ergebnisse mit uns zu teilen? Wichtig ist es, die Schritte in der richtigen Reihenfolge durchzuführen, denn wenn du noch vor der Formulierung deines Wunsches an alle möglichen Hindernisse denkst, wird es schwierig, das Erreichen des Ziels in allen Regenbogenfarben zu visualisieren.

Vielleicht hast du auch Schwierigkeiten für ein besonders hartnäckiges Hindernis eine Gegenmaßnahme zu finden? Schreib es in die Kommentare und wir überlegen uns gemeinsam eine Lösung.

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