Was du von Rumpelstilzchen für deine Karriere lernen kannst

Dieser Artikel ist der Auftakt einer Artikelserie, die unter dem Motto “Karrieretipps aus Märchen” steht. In vielen Märchen geht es um Personen, die nach einer Reihe von Widrigkeiten und Herausforderungen zu großen Erfolgen gelangt sind. Daher werden wir verschiedene Märchen untersuchen und gucken, was man aus ihnen im 21. Jahrhundert für die eigene Karriere lernen kann.

Im ersten Beitrag der Serie beschäftigen wir uns mit Rumpelstilzchen.

Zusammenfassung

Ein Müller behauptet von seiner schönen Tochter, sie könne Stroh zu Gold spinnen, und will sie an den König verheiraten. Der König lässt die Tochter kommen und stellt ihr die Aufgabe, über Nacht eine Kammer voll Stroh zu Gold zu spinnen, ansonsten müsse sie sterben. Die Müllerstochter ist verzweifelt, bis ein kleines Männchen auftaucht, ihr gegen ihr Halsband Hilfe anbietet und für sie das Stroh zu Gold spinnt. In der zweiten Nacht wiederholt sich das Gleiche, diesmal um den Preis eines Ringes. Darauf verspricht der König dem Mädchen die Ehe, falls sie noch einmal eine Kammer voll Stroh zu Gold spinnen kann. Diesmal verlangt das Männchen von der Müllerstochter ihr erstes Kind, worauf sie schließlich ebenfalls eingeht.

Nach der Hochzeit und der Geburt des ersten Kindes fordert das Männchen den versprochenen Lohn. Die Müllerstochter bietet ihm alle Reichtümer des Reiches an, aber das Männchen verlangt ihr Kind. Durch ihre Tränen erweicht, gibt es ihr aber drei Tage Zeit, um seinen Namen zu erraten. Kennt sie ihn in der dritten Nacht, dann soll sie das Kind behalten dürfen. In der ersten Nacht probiert es die Königin mit allen Namen, die sie kennt; doch ohne Erfolg. In der zweiten Nacht versucht sie es erfolglos mit Namen, die sie von ihren Untertanen erfragt hat. Am Tag darauf erfährt sie von einem Boten, dass ganz entfernt ein Männchen in einem kleinen Haus wohnt, das nachts um ein Feuer tanzt und singt:

Heute back ich, morgen brau ich,
übermorgen hol ich der Königin ihr Kind;
ach, wie gut, dass niemand weiß,
dass ich Rumpelstilzchen heiß!

Die Königin fragt zunächst, ob Rumpelstilzchen „Kunz“ oder „Heinz“ heiße, und nennt dann erst den korrekt überlieferten Namen. So hat sie das Rätsel gelöst. Rumpelstilzchen wird sehr zornig und zerreißt sich vor Wut selbst mit den folgenden Worten:

„Das hat dir der Teufel gesagt!“

(Quelle: Wikipedia)

Figuren und Learnings

Es gibt 4 Figuren, die eine tragende Rolle übernehmen: Der Müller, seine Tochter, der König und Rumpelstilzchen.

Interessanterweise spielt der König nur eine untergeordnete Rolle in diesem Märchen und er kommt auch nicht so gut weg, denn letzten Endes wird er ja vom Müller betrogen. Aus Sicht von Karriereratgebern macht der König jedoch alles richtig. Er sieht eine gute Gelegenheit, um seinen Reichtum zu mehren und stellt die Müllerstochter hinreichend auf die Probe, bevor er sich langfristig an sie bindet. Er ergreift also eine scheinbar gute Chance und handelt durchaus besonnen. Wie es nach der Eheschließung mit ihm weitergeht, erfahren wir leider nicht.

Vom König können wir lernen, dass man seinen Untergebenen vertrauen muss und sich nicht mit Mikromanagement abgeben sollte. Solange man am Ende drei Kammern voller Gold hat, kann es einem egal sein, wie die Arbeitsleistung zustande kam – vorausgesetzt der Frieden im Reich ist gewahrt.

Die Müllerstochter wird von ihrem Vater ziemlich übel reingeritten, doch durch ein Wunder wendet sich alles zum Guten. Von einem einfachen Leben wird sie zur Königin befördert. Dafür muss sie einige Opfer bringen (Halsband, Ring, Erstgeborenes). Doch auch im zweiten Teil schafft sie es wieder wie durch ein Wunder sich aus der Affäre zu ziehen und ihr Kind zu behalten.

Von der Müllerstochter können wir lernen, flexibel zu sein und uns an sich ändernde Umstände anzupassen. Obwohl sie überhaupt keinen Plan hat, wie man Stroh zu Gold spinnt, liefert sie Resultate! Auch als Königin macht sie sich nicht schlecht und setzt alle ihr zur Verfügung stehenden Ressourcen ein, um das Unheil abzuwenden.

Rumpelstilzchen ist der Verlierer der Geschichte! Obwohl er der Müllerstochter hilft, ihre Karriereziele zu erreichen, erhält er den ihm zugesicherten Lohn nicht. Nun könnte man sagen, er hat sich bezüglich seiner Forderungen etwas zu weit aus dem Fenster gelehnt und er hätte ahnen können, dass so ein Versprechen/Erpressung nicht viel wert ist. Deswegen würde ich auch sagen – und das ist in der heutigen Zeit besonders wichtig:

Von Rumpelstilzchen können wir lernen, uns nicht mit leeren Versprechen abspeisen zu lassen! Die Firma verspricht eine Gehaltserhöhung nach 6 Monaten? Oder eine Beförderung? Kannst du deine Karriereziele (vielleicht woanders) schneller erreichen? Pass gut auf, dass du nicht Opfer einer Hinhaltetaktik wirst und am Ende gar nichts bekommst.

Der Gewinner der Geschichte ist auf jeden Fall der Müller.

Von ihm können wir lernen, dass man es mit Dreistigkeit weit bringen kann. Dream big ist die Moral seiner Aktion. Wie könnte es einem einfachen Müller einfallen, seine Tochter an den König verheiraten zu wollen, könnte man sich fragen. Aber der Müller träumt nicht nur davon, er hat genug Vertrauen, um es einfach zu versuchen. Und es klappt sogar!

Zusammenfassung

Wir haben aus diesem Märchen gelernt, unseren Mitarbeiterinnen zu vertrauen, flexibel und anpassungsfähig zu sein, uns nicht mit leeren Versprechen abspeisen zu lassen und werden unsere großen Träume zukünftig mit viel Selbstvertrauen und Dreistigkeit angehen.

Was kann man noch aus diesem Märchen lernen? Ist dir vielleicht ein ganz anderer Punkt aufgefallen?
Schreib mir gern einen Kommentar!

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