Nein, ich bin nicht ertrunken.
Ich bin nur in einem Wolkenkratzer stecken geblieben. Oder, na gut: in sieben.
Wer hier schon länger mitliest, weiß: Ich neige nicht dazu, mich zu langweilen. Als ich im Oktober 2024 anlässlich meines 36. Geburtstages das Projekt Wolkenkratzer ausgerufen habe, war der Plan eigentlich ganz klar:
Ich wollte dokumentieren, wie es aussieht, wenn man mehrere Großprojekte gleichzeitig verfolgt – also nicht „ein Ziel, ein Fokus, ein Lebensweg“, sondern eher: mehrere Baustellen, mehrere Kräne, mehrere Etagen, die parallel entstehen. Slow-Motion-Multitasking statt „Du musst dich halt mal entscheiden“.
Rückblick: Jahr 1 – Sechs Wolkenkratzer, ein Experiment
Die Idee für das Projekt schwirrte mir schon seit der Gründung meines Blogs im Kopf herum. Überall hört man: „Man soll sich auf eine Sache konzentrieren.“ Ich wollte wissen: Was passiert, wenn man das bewusst nicht tut?
„Gleichzeitig“ hieß dabei nie, dass ich alles zur selben Sekunde mache, sondern eher parallel oder zirkulär: Ich kehre immer wieder zu denselben Projekten zurück, mal liegt eins im Fokus, mal ein anderes – aber verschwinden tut keins.
Zum Start von Jahr 1 habe ich mir sechs große Projekte vorgenommen und versprochen, monatliche Statusupdates zu schreiben. Unter dem Tag Projekt Wolkenkratzer habe ich dann tatsächlich regelmäßig berichtet, was wo gewachsen ist, wo es hakt und wo ich spontan ein zusätzliches Gerüst aufgestellt habe.
Nach einem Jahr gab es ein erstes Fazit – inklusive kleinem Ebook, in dem ich Jahr 1 zusammengefasst und schon einen Ausblick auf Jahr 2 gegeben habe.
(Das Ebook kannst du übrigens hier herunterladen, falls du neu bist und die Vorgeschichte nachlesen möchtest.)
Schnitt. Sommerpause. Funkstille.
Und dann kam der Sommer 2025.
Offiziell war „Sommerpause“ angesagt. Inoffiziell war es eher so:
- Ich bin nicht in der Hängematte eingeschlafen.
- Ich bin auch nicht am See liegen geblieben.
- Ich bin einfach mit voller Wucht in ein Projekt hineingestolpert, das plötzlich viel größer war, als ich dachte.
Mit anderen Worten:
Eine meiner sechs Baustellen ist explodiert – nach oben.
Jahr 2: Der Social Butterfly Club als Wolkenkratzer-Komplex
Während ich Jahr 1 dokumentiert habe, bin ich lange davon ausgegangen, dass alle sechs Projekte ungefähr gleich groß seien: sechs einzelne Wolkenkratzer, jede Baustelle herausfordernd, aber irgendwie im Rahmen.
Im Laufe der Zeit wurde allerdings klar:
Eines dieser Projekte ist keine einzelne Baustelle.
Es ist ein eigener Wolkenkratzer-Komplex.
Die Rede ist natürlich vom Social Butterfly Club.
Was ich ursprünglich als „ein Projekt“ einsortiert hatte, hat sich 2025 als komplettes Stadtviertel entpuppt. Im Rahmen des Social Butterfly Clubs bin ich inzwischen für sieben Departments verantwortlich:
- Strategie & Unternehmensführung
- Produkt & Angebot
- Marketing & Kommunikation
- PR & Öffentlichkeitsarbeit
- Finanzen & Controlling
- Recht & Administration
- Technik & Infrastruktur
Oder in Wolkenkratzer-Sprache: sieben Hochhäuser, die gleichzeitig hochgezogen werden wollen, inklusive Fundament, Statik, Brandschutz und gelegentlichen Aufzugstörungen.
Wenn das kein Upgrade ist, weiß ich auch nicht.
Was das für Jahr 2 bedeutet
Darum verändert sich Jahr 2 des Projekt Wolkenkratzer grundlegend.
Es wird keine monatlichen Statusupdates mehr geben – nicht, weil sie nicht funktioniert hätten, sondern weil das Projekt selbst gewachsen ist. Statt einem überschaubaren Statusbericht pro Monat bräuchte es inzwischen eher eine eigene Bauleitstelle mit Pressesprecherin.
Stattdessen wird es unregelmäßige Wolkenkratzer-Updates geben:
immer dann, wenn sich etwas in der Skyline sichtbar verschiebt. Wo diese Updates auftauchen – hier auf dem Blog oder auf Substack – lasse ich im Moment bewusst offen. Ich entscheide von Stockwerk zu Stockwerk.
Fest steht:
Da das Social-Butterfly-Wolkenkratzer-Universum meine ganze Aufmerksamkeit fordert, wird es hier auf Die Potentialistin wahrscheinlich ruhiger werden.
Wer aufmerksam war, hat ohnehin gemerkt: Aus der Sommerpause bin ich offiziell nie so richtig zurückgekommen – ich war einfach nur auf einer anderen Baustelle.
Wo du mich stattdessen findest
Wenn du trotzdem regelmäßig von mir hören möchtest, gibt es einen sehr einfachen Weg:
Schau dir den Social Butterfly Club genauer an.
Dort verschicke ich momentan zwei Newsletter pro Woche – mit:
- Neuigkeiten aus der Community
- Event-Experimenten und Social-Design-Spielereien
- Beobachtungen aus echten Begegnungen in Berlin
- kleinen Geschichten aus dieser neuen Stadt aus sieben Wolkenkratzern, die ich gerade baue
Kurz gesagt:
Wenn du wissen willst, wo es gerade am lautesten hämmert und die meisten Kräne am Himmel stehen, dann findest du mich dort.
Und das Projekt Wolkenkratzer?
Es geht weiter.
Nur in seinem eigenen Tempo, wie es sich für große Gebäude gehört.
Ich werde mich melden, sobald irgendwo wieder ein neues Stockwerk dazukommt, eine Fassade umgeplant wird oder ich beschließe, einen der Aufzüge abzuschalten, weil niemand mehr ins Untergeschoss will.
Bis dahin gilt:
Ich bin keine fertige Skyline, ich bin ein laufendes Bauprojekt.
Und nein – ich bin wirklich nicht ertrunken. Ich war nur auf der Baustelle.
Jetzt Du!
Welche deiner Projekte verdienen in den nächsten Wochen ein neues Stockwerk — und welche dürfen erstmal im Rohbau bleiben?
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