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Ein Journaling Nerd packt aus – Alle meine Tagebücher

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Photo by Alina Vilchenko on Pexels.com

Wenn es um das Tagebuch schreiben geht, dann bin ich ein absoluter Nerd. Und weil ich es so liebe und niemals darauf verzichten würde, möchte ich hier eine Übersicht über alle meine Journals erstellen.

Tagebuch schreiben ist für mich eine der wichtigsten spirituellen und geistigen Praktiken. Ich bin zwar nicht sicher, ob es wirklich Einfluss auf meine mentale Hygiene hat, aber es macht mir einfach so viel Spaß, dass ich ohne meine Tagebücher nicht leben möchte.

Keine Angst, ich werde euch hier nicht meine liebsten Stifte präsentieren. Tatsächlich braucht man zum Journaling gar nicht so sehr viel Equipment. Ein Besuch im Schreibwarenladen oder App-Store eures Vertrauens reicht völlig aus.

Regelmäßig

Morgenseiten

Die Morgenseiten sind mein liebstes und wichtigstes Tagebuch. Seit circa 5 Jahren schreibe ich Morgenseiten in fast religiösem Eifer. Ich würde eher aufs Zähneputzen oder Frühstücken verzichten, als auf meine Morgenseiten.

Dabei geht es einfach nur darum, sich alles von der Seele zu reden, was einem nach dem Aufwachen durch den Sinn geht. Das kann alles mögliche sein: Träume, Pläne, Sorgen, Ängste, aber auch Ideen, Wünsche und Gedanken. Ich nenne meine Morgenseiten liebevoll Gedankenmist und das sind sie auch. Ich sehe sie als eine Art morgendlichen Gang zum Klo für den Geist.

Tatsächlich lese ich mir meine Morgenseiten nicht oft durch. Ich tue es für meinen Wochenrückblick und für meinen Jahresrückblick oder aber wenn ich psychische Unstimmigkeiten bei mir bemerke. Dann hilft es, sich mal die letzten Wochen anzusehen und zu gucken, was war Thema, was hat sich verändert und vor allem wann begann die aktuelle Phase.

Für meine Morgenseiten nutze ich OneNote, weil man da so schöne Übersichten erstellen kann. Für jeden Monat ein Buch und für jeden Tag eine Seite. Für mich ist es schon das dritte Morgenseiten-Jahr auf OneNote und ich kann es uneingeschränkt empfehlen, da es auch kostenlos ist.

Bullet Journal

Als Tagebuch-Nerd kann ich auf diesen Klassiker natürlich nicht verzichten. Ich habe mir ein einfaches punktkariertes Büchlein im Schreibwarenladen geholt und sofort mit dem Planen begonnen.

Ich habe darin natürlich auch einige Listen erstellt, aber hauptsächlich nutze ich es tatsächlich, um meine Wochen zu planen. Tägliche To-Do-Listen sagen mir nicht so zu, daher nutze ich eine Wochenübersicht und picke mir jeden Tag eine oder zwei unangenehme Aufgaben heraus.

Außerdem mache ich jeden Monat ein Cover. Es ist schön mal ein paar Buntstife in der Hand zu halten, auch wenn man sonst nicht so künstlerisch aktiv ist. Die Buntstifte benutze ich auch für meine Mood- und Habittracker und natürlich zum Abhaken der kleinen Kästchen meiner Todos.

Wochenrückblick

Mein zweitliebstes Journal ist der Wochenrückblick, den ich jede Woche durchführe. Ich beantworte darin einige Fragen zur vorherigen und kommenden Woche. Es sind ziemlich viele Fragen (22) und wenn diese Form des Journaling neu für dich ist, schlage ich vor dich auf folgende drei Fragen zu konzentrieren:

  1. Was habe ich erreicht?
  2. Was war besonders gut?
  3. Was ist nächste Woche wichtig?

Ich versuche erst einmal die Fragen aus dem Stand zu beantworten und gehe danach noch einmal alle Tagebucheinträge der Vorwoche durch, um Punkte zu ergänzen, die ich gerade nicht mehr auf dem Schirm habe. Mir ist wichtig, mich im Wochenrückblick auf das Positive zu konzentrieren, daher habe ich nur eine Frage, die sich darauf richtet, was ich besser machen kann und ihr seht, dass auch diese Frage positiv formuliert ist.

Ich nutze für den Wochenrückblick ebenfalls OneNote.

Gratitude Journal

Dieses kleine Heftchen ist noch recht neu in meiner Sammlung. Es ist ein einfacher A5 Block, der zusammen mit einem Stift auf meinem Nachttisch liegt. Ich fand die Idee einfach so schön, dass ich es ausprobieren musste.

Es geht bei diesem Tagebuch nicht darum, alles aufzulisten, wofür man dankbar ist, das mache ich in meinem Wochenrückblick bereits, sondern darum, sich eine Sache rauszupicken und 5 Gründe aufzulisten, warum man dankbar ist. Das bringt mich vor dem Schlafengehen in eine positive Stimmung und deswegen mache ich es.

Erfolgstagebuch

An schlechten Tagen werfe ich einen Blick in mein Erfolgstagebuch und freue mich darüber, was ich alles schon erreicht habe, in diesem Leben oder in diesem Jahr. Ich habe dazu eine feste Routine. Immer am Anfang des Monats notiere ich mir meine Erfolge des Vormonats. So wächst kontinuierlich eine große Sammlung an Erfolgen an und ja, es dürfen auch kleine Erfolge sein oder einfach schöne Sachen, die in mein Leben gekommen sind.

Auch dafür habe ich ein einfaches A5 Buch bzw. einen linierten Block.

Unregelmäßig

Brain-Dump Tagebuch

Das klingt wirklich gemeiner, als es ist. Dieses Tagebuch (und es ist ein richtiges A5 Buch) nutze ich, um alles loszuwerden, was mir auf dem Herzen liegt. Der Unterschied zu den Morgenseiten besteht darin, dass ich es handschriftlich mache und dass ich es jederzeit tun kann.

Trotzdem habe ich einige Regeln und ihr werdet sicherlich über sie lachen, sie sind aber sehr wichtig für mich. Und zwar habe ich einige Themen identifiziert über die ich vorzugsweise jammere, bei denen ich aber absolut nichts ausrichten kann. Diese Themen sind in meinem Tagebuch tabu. Ich weiß, ich könnte unzählige Seiten damit füllen, aber ich möchte diesen Themen keinen Raum geben.

Selbsterkenntnis-Tagebuch

Dieses Tagebuch habe ich Ende letzten Jahres begonnen und ich liebe es einfach maximal! Die Idee ist simpel: Ich beantworte Fragen.

Selbsterkenntnis-Fragen findet man in Google und auf Pinterest zuhauf und ich stöbere gelegentlich, um neue spannende Fragen zu finden. Aber manchmal ergeben sich die Fragen auch von ganz allein. Es müssen auch nicht zwangsläufig Fragen über einen selbst sein. Ich habe da gar keine Regeln und stelle einfach die Fragen, die mir in den Sinn kommen.

Wer spirituell ist, könnte feststellen, dass die Antworten gar nicht immer aus einem selbst kommen, sondern durchaus von einer höheren Macht inspiriert sein können.

Mein Selbsterkenntnis-Tagebuch ist ein liniertes A4-Buch.

Schreibtagebuch

Da ich mich ja dem Schreiben verschrieben habe, ist dieses Tagebuch unerlässlich. Ich führe es handschriftlich und zwar in den Momenten, wenn ich mit meinem Text nicht weiterkomme. Das Schreibtagebuch hilft mir in solchen Momenten mich wieder frei zu schreiben und Druck abzulassen. Wir wissen ja, dass jeder Text der Beste werden muss und wenn ich mich auf dem Papier mit dem inneren Kritiker auseinandersetzen kann, bringt mich das oft schon ein paar Schritte weiter.

Ich nutze dafür liniertes A4-Papier, das ich in einem Ordner abhefte.

Ich lese es mir in der Regel nicht noch einmal durch und vielleicht werde ich es einfach wegwerfen, wenn der Ordner voll ist oder aber alles noch einmal durchgehen und ein paar Perlen herausschreiben und dann alles wegwerfen.

Magisches Wunschbuch

Dieses Wunschbuch führe ich schon seit mehreren Jahren und es ist echt faszinierend, wie viele Wünsche mit der Zeit wahr werden. Es ist einfach nur eine Liste von Sachen, die ich mir wünsche, versehen mit einer jährlichen Überschrift.

Dabei ist es wichtig, dass die Sachen möglichst konkret sind. Gesünder leben ist zum Beispiel kein guter Wunsch, da man nicht weiß, wann er erfüllt ist. Meinen 80. Geburtstag feiern, ist da schon besser, denn man kann direkt eine Party steigen lassen.

Von Zeit zu Zeit nehme ich mir das Büchlein zur Hand, schreibe neue Wünsche auf und schaue, welche alten Wünsche sich verwirklich haben. Falls ihr ein Law of Attraction-Fan seid, dann ist dies ein wirklich einfacher Weg, euer Traumleben zu manifestieren.

Schreibt es auf, vergesst es und freut euch, wenn es in euer Leben tritt.

Ideenbuch

Ein unfassbar wichtiges Werkzeug für alle, die ständig Ideen haben. Hier kann man alles notieren, was einem in den Sinn kommt, was man ausprobieren möchte und was man vielleicht später noch einmal ernsthaft angehen möchte.

Dabei ist es von Vorteil, nicht nur Ideenfetzen zu notieren, sondern die Idee so ausführlich wie möglich auszubuchstabieren. Das gelingt mir nicht immer. Meistens notiere ich nur ein Schlagwort. Ich möchte dies aber zukünftig ändern, sodass mir hinterher auch noch klar ist, was ich eigentlich gemeint habe und vor allem, warum mir diese Idee so gefallen hat.

Nächtliches Tagebuch

Das nächtliche Tagebuch ist verwandt mit dem Braindump- und dem Ideenbuch. Es liegt neben meinem Bett und wenn ich nachts aufwache, kann ich mir meine Träume, Gedanken oder Ideen notieren. Ich gebe zu, ich nutze es nicht oft. Aber ich freue mich immer, dass es da ist.

Projekttagebücher

Ja, ich bin so verrückt. Ich lege mir für fast jedes meiner Projekte ein Projekttagebuch an. Das sind Schnellhefter, in denen ich alles, was zu einem Projekt dazugehört vermerke. Manches chronologisch, manches thematisch sortiert. Üblicherweise gibt es am Anfang des Hefters wichtige Seiten gebündelt und darauf folgt dann das Tagebuch, in dem ich hauptsächlich Frust über das Projekt, sowie Ideen und Inspiration sammele.

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