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Der Kreislauf der Kreativität

colorful toothed wheels

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Obwohl manche Leute daraus eine Raketenwissenschaft machen möchten, ist Kreativität eigentlich keine komplexe Angelegenheit. Wir zapfen eine innere Quelle in uns an, um neuartige originelle Ideen zu produzieren: Sätze, Melodien, Striche auf dem Papier, Farbkombinationen, Outfits, Geschäftsmodelle, Problemlösungen oder Schrittkombinationen. Alles, was Realität ist, bestand vorher in irgendeinem menschlichen Kopf als Gedanke.

Warum manche Leute empfänglicher für diese Gedanken sind, als andere, ist eine spannende Frage, die aber auch relativ leicht zu beantworten ist. Es liegt an den Denkgewohnheiten und dem Vertrauen, das man in sich selbst und in die Realität hat. Damit meine ich nicht, dass man frei von Angst und Zweifeln sein sollte: das ist niemand. Aber man muss seine eigenen Gedanken und Impulse als einen wertvollen Schatz ansehen, der das Recht hat, realisiert zu werden. Sonst bleiben die tollen Ideen für immer in deinem Kopf.

Diese Überlegungen bringen uns zum Kreislauf der Kreativität, dem 2 Prinzipien zugrunde liegen:

  1. Wiederholung
  2. Abwechslung

Wiederholung

Kreativität lebt von Ritualen und Monotonie. Das sage ich nicht zum ersten Mal. Wenn dein Gehirn auf Autopilot schaltet, wird Raum für neuartige Gedanken und Ideen geschaffen. Wenn du entspannt bist, weil du dich mit Routinetätigkeiten beschäftigst, kann dein Geist auf Wanderschaft gehen und sich auf unbekanntes Terrain wagen.

Kunst kommt von Können. Um in einem Bereich zur Meisterschaft zu gelangen, muss man dieselben Abläufe unzählige Male wiederholen. Diese Wiederholungen können zu einer Meditation werden und deinen Geist freimachen. Das erfordert natürlich vor allem Geduld und Hingabe.

Aber auch nicht-künstlerische Handlungen können dir unerwartete Ideen bescheren. Ich denke da besonders an ganz alltägliche Dinge, wie Duschen, Kochen oder Autofahren. Während du die Zwiebeln schneidest oder das Unkraut zupfst, brütest du oder wenigstens dein Hinterkopf über der Fragestellung und möglicherweise kommt es zu einem Heureka- oder Aha-Moment. Die kreative Lösung ploppt dann vollständig ausformuliert in deinem Kopf auf.

Abwechslung

Es genügt jedoch nicht, immer nur das Gleiche zu tun. Um wirklich originelle Gedanken zu produzieren, ist auch Abwechslung wichtig. Dadurch werden die Synapsen in unserem Gehirn auf andere Weise miteinander verknüpft und es entstehen neue neuronale Pfade. Es steigert die Kreativität ungemein, einfach mal einen anderen Weg zur Arbeit zu nehmen oder mit der schlechteren Hand die Zähne zu putzen.

Der Fantasie sind hierbei keine Grenzen gesetzt. Auch wenn Routinetätigkeiten grundsätzlich förderlich für Originalität sind, ist es genau so gut, hin und wieder mal bewusst etwas anders zu machen und dadurch etwas Neues zu lernen. Unser Gehirn liebt neue Informationen, die braucht es auch, um auf Ideen zu kommen.

Inspiration kann auch durch Medienkonsum geschehen, obwohl man es damit nicht übertreiben sollte. Es ist in jeder Hinsicht gewinnbringend, sich mit den Gedanken anderer Menschen auseinanderzusetzen, neue Kenntnisse zu erwerben und sich eine eigene Meinung zu bilden. Ohne Input kein Output, könnte man es auf den Punkt bringen.

Zusammenfassung

Kreative Ideen entstehen im Hinterkopf. Dabei gibt es sowohl eine aktive als auch eine passive Phase, die ich hier unter den Begriffen Wiederholung und Abwechslung zusammengefasst habe. Die Reihenfolge ist völlig irrelevant, da es sich um einen Kreislauf handelt.

Wir lernen was Neues, festigen die Informationen durch Wiederholung und setzen uns wiederum neuen Informationen aus, die wir unter der Dusche sacken lassen. Selbst wenn man kein 3-stündiges Morgenritual hat, beginnt der Tag bei den meisten Menschen relativ gleichförmig, sodass man auch die Wiederholung an den Anfang des Prozesses setzen könnte. Aber das scheint mir ein Henne-Ei-Problem zu sein.

Auf jeden Fall kann man an diesen beiden Stellschrauben sehr leicht drehen, um seine Kreativität zu steigern. Tu was Neues oder Tu was Langweiliges. Hauptsache, du setzt dich nicht unter Druck!

Jetzt Du!

Hattest du schon einmal eine geniale Idee unter der Dusche? Was sind deine Tricks, um deine kreative Ader anzuzapfen?

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