Bevor wir ins neue Jahr rutschen, habe ich noch einen kleinen Leckerbissen für dich. Die Zeit zwischen den Jahren kann man super nutzen, um das neue Jahr zu planen. Da ich nicht die Einzige bin, die das tut, habe ich ein paar befreundete Bloggerinnen gefragt, wie sie ihr Jahr planen. Herausgekommen ist ein wundervoller Beitrag, der ein breitgefächertes Spektrum an Meinungen wiedergibt und für dich vielleicht die ein oder andere Inspiration bereithält.
Heidrun Lutz – WILDPEPPERMINT-DESIGN
Setzt du dir Jahresziele?
Ja, definitiv! Ich formuliere sie sogar recht konkret und veröffentliche sie dann in meinem Jahresrückblick. Die Anzahl? Schwankt – von kleinen Zielen wie „Marketingplan fürs erste Quartal bis Anfang Januar fertigstellen“ über „einen Onlinekurs abschließen“ bis hin zu finanziellen Zielen wie „XX Umsatz pro Monat“. Meine Ziele entstehen meist intuitiv. Manchmal ist es etwas, das ich lese. Im Netz. Einen Newsletter. Ein Magazin. Und es ist eine Mischung aus Wünschen (meiner To-Want-Liste) und Must-haves, die für mein Business wichtig sind.
Wie gehst du vor, um größere Ziele in umsetzbare Schritte zu übersetzen?
Ich erstelle einen Jahresplan und breche ihn in kleine, machbare Schritte herunter – mit klaren Zeitfenstern für die Umsetzung. (Klappt allerdings nicht immer.)
Woran erkennst du, dass etwas ein umsetzbarer Teilschritt ist?
Wenn ich weiß, dass ich diesen Step zum Beispiel in 1-2 Stunden erledigen kann. Aber das kommt natürlich auch auf das Ziel an. Ist es eine komplexe Sache wie ein Redesign meiner Website, dann sind die Teilschritte eher Tage. Klein = Stunden, groß = Tage.
Welche Planungstools nutzt du?
Ich mag es einfach: Ich nutze Excel für Übersichten, mein Bullet Journal für den Alltag und ein großes Flipchart-Papier an der Wand für den Gesamt-Überblick. Termine verwalte ich in Outlook und parallel in Google. Klassische Planungstools nutze ich nicht. Nur Notion habe ich mal eine Zeitlang ausprobiert, aber das ist nichts für mich.
Über Heidrun
Gründung im Dezember 2003. Seitdem hat sich einiges verändert. 10 Jahre Marketingberatung & Grafikdesign, parallel dazu ca. 2 Jahre als KfW-Gründercoach. Seit 2014 konzentriere ich mich auf nachhaltiges, umweltfreundliches Branddesign und Logos.
Link: https://wildpeppermint-design.de/
Nicole Rinne
Setzt du dir Jahresziele?
Ja, ich setzte mir Jahresziele. Es sind meist ein halbes Dutzend (große Ziele), die unterschiedliche Unternehmensbereiche betreffen. Also Umsatzziele, Marketingziele usw. Ich setze sie mir auch bewusst sehr, sehr hoch, gern nach dem 10x-Prinzip (ein Ziel vor Augen haben und das dann mal zehn nehmen). Das spornt mich wirklich an und sorgt dafür, dass ich bei der Suche nach Wegen, diese Ziele zu erreichen, aus meinen herkömmlichen Denkmustern heraus komme.
Die Ziele kommen aus verschiedenen Quellen. Einige aus Inspiration von außen, andere sind wirklich intrinsisch, hängen also sehr mit meinen eigenen Wünschen zusammen. Aber egal, wo die Ziele herkommen, ich setze sie mir nur dann, wenn ich mich in das Erreichen schon hinein fühlen kann und allein der Gedanke daran alles in mir zum Kribbeln bringt – gern auch inklusive Schnappatmung 😉
Wie gehst du vor, um größere Ziele in umsetzbare Schritte zu übersetzen?
Dabei helfen mir zwei Techniken. Um zeitlich auf Reihe zu sein, überlege ich mir bei Jahreszielen beispielsweise genau, wo ich nach sechs Monaten sein möchte, nach drei Monaten, nach einem Monat – ich gehe also in überschaubare Zeiträume, die ich dann auch besser planen kann.
Und um die richtigen Schritte zu definieren, fange ich auch wiederum beim Ergebnis an, überlege also was ich brauche, um das Ziel zu erreichen, schaue dann, was schon da ist und vielleicht nur erweitert werden muss, oder was ich völlig neu angehen kann. Das ordne ich mir dann zeitlich ein und definiere sofort die ersten 3-5 konkreten Schritte, damit ich sofort loslegen kann.
Welche Planungstools nutzt du?
Ich glaub, ich hab schon alles durchprobiert. Von Visionboards über (hand)schriftliche Planungstechniken und wahrscheinlich auch alle Onlinetools, die es so gibt. Hängen geblieben bin ich zum einen bei meinem Journal, bei dem ich den Fokus darauf lege, mir wirklich alles so detailliert wie möglich auszumalen, die notwendigen Schritte nachzuvollziehen und vor allem zwischendurch immer wieder zu reflektieren.
Die Planung von den Projekten und einzelnen ToDos sowie das im Auge behalten der wichtigen Kennzahlen geht bei mir mit Notion. Ich habe mein ganzes Business in diesem Tool organisiert und somit läuft da auch alles zusammen, was zum Erreichen meiner Ziele wichtig ist.
Neues probiere ich nur noch selten aus, da viele Tools auch oftmals Zeitfresser sind. Notion bietet mir super viele Möglichkeiten, alles auf meine Bedürfnisse anzupassen – bei anderen ist es oftmals umgekehrt und ich muss mich dem Tool anpassen. Das kostet zu viel Zeit und Energie, die ich dann doch lieber direkt in meine Ziele stecke.
Mental nutze ich das Visualisieren gern. Ich stelle mir also, wenn es geht, mehrmals täglich meine Ziele in den schönsten Farben vor, so dass sie wirklich immer präsent sind und mich in eine gute Stimmung bringen.
Über Nicole
Nicole Rinne hat in über 20 Jahren Selbständigkeit als Multipassionierte viele verschiedene Bereiche kennengelernt und setzt heute ihre Erfahrungen ein, um Unternehmerinnen dabei zu unterstützen, Stabilität und Leichtigkeit in ihrem Business zu vereinen – mit Strukturen und Routinen, die Freiheit schaffen. Außerdem ist sie Host des Podcasts „Mut zum Move“, der sich mit Unternehmern und ihrem Weg zum Ziel beschäftigt!
Anne – Miss Minze
Keine Zeit für Neujahrsvorsätze!
Für mich ist Silvester ein Tag, der jedes Jahr scheinbar völlig aus dem Nichts kommt und dann zwanghaft gefeiert werden muss. Das stresst mich meistens so sehr, dass ich überhaupt keine Zeit finde, mir über Neujahrsvorsätze den Kopf zu zerbrechen.
Generell schmiede ich Vorsätze eher vor Umbrüchen und Neuanfängen, also zum Beispiel vor einem Umzug oder einem Jobwechsel, manchmal sogar nach einem ereignisreichen Urlaub, deren Eindrücke noch in den drögen Alltag nachwirken sollen.
Konkrete Vorsätze habe ich an Silvester also selten, weil die meisten meiner Vorhaben und Ideen datumsunabhängig meiner Gedankenwelt entspringen. Doch was das Gärtnern betrifft, hat man im Winter bekanntlich häufiger Zeit zum Nachdenken. Seit die Tage kürzer werden, überlege ich, was ich im Frühjahr pflanzen könnte.
Im kommenden Jahr möchte ich mich nämlich erstmals intensiver mit dem Anbau von Gemüse beschäftigen. Klimaverträglich selbstverständlich! Daher ist es besonders wichtig, die richtigen Sorten für karge Böden und trockene Sommer auszuwählen. Ein Gewächshaus muss dazu ebenfalls gebaut werden. Für einen handwerklich unbegabten Menschen wie mich eine echte Herausforderung! Deshalb wälze ich schon fleißig Fachliteratur. -Neben dem Internet meine Hauptinformationsquelle.
Was die Planung der Gemüseanzucht anbelangt, habe ich tatsächlich eine übersichtliche Excel-Tabelle im Netz gefunden, die ich in jeder freien Minute mit meinen Gemüsewünschen fülle. Drückt mir die Daumen, dass ich etwas ernte!
Über Anne
Hi, ich bin Anne! Seit einigen Jahren habe ich das Hobby Gärtnern für mich entdeckt, das ich unter dem Namen „Miss Minze“ verblogge. Am liebsten widme ich mich den Überlebenskünstlerpflanzen, also dem Grünzeug, das kaum Wasser braucht, bei Hitze nicht schlappmacht und sandige Böden schätzt. -Pflanzen, die dem Klimawandel standhalten.
Link: https://www.miss-minze.de/
Vanessa – Queen All
Setzt du dir Jahresziele?
Jahresziele? Hab ich keine, zumindest nicht bewusst gesetzt. Natürlich habe ich unzählige Ideen und Pläne, rund ums Haus, für den Blog und alle möglichen (und unmöglichen) kreativen Projekte. Die stehen alle auf einer gedanklichen Todo-Liste, wo sie reifen und wachsen können. Wann und wie etwas umgesetzt wird, entscheiden Zeit und Lust ganz unabhängig von irgendwelchen Jahreszahlen.
Ich neige eher dazu, alles sofort angehen zu wollen und muss mich dann den Umständen, den Plänen des Universums oder des Wetters fügen. Letzteres ist auch der Grund, dass ich tatsächlich schon ein Ziel fürs nächste Jahr habe. Ein paar der Pläne für den Garten konnten mein Mann und ich dieses Jahr nicht mehr umsetzen und da werden wir uns nächstes Jahr wortwörtlich wieder erden, und zwar beim Pflanzen von Sträuchern und 1-2 Bäumen.
Wie gehst du vor, um größere Ziele in umsetzbare Schritte zu übersetzen?
Auch große Ziele fangen mit dem ersten Schritt an. Einfach mal machen – das ist für mich die ideale und bevorzugte Herangehensweise. Man kann coole Ideen auch zu Tode planen oder vor lauter Perfektionismus den Einstieg verpassen. Ich korrigiere lieber unterwegs die Richtung, als gar nicht loszulaufen. Das ist für meinen Mann nicht immer ganz einfach.
Daher sind Tools wie Zeichenprogramme aber auch ein simpler Fresszettel für uns wichtig, um bei größeren Projekten ein gemeinsames Verständnis zu erarbeiten.
Welche Planungstools nutzt du?
Für große Ziele brauche ich keine Planungstools, die sind eh im Kopf. Aber wenn das Hirn vor lauter Kleinkram überquillt, hilft die gute alte Todo-Liste. Am liebsten digital, da kann man die Tasks leichter hin- und herschieben.
Bei der Arbeit trage ich mir Blöcke für bestimmte Themen in den Kalender ein und schreibe mir auch schon mal selbst E-Mails. Privat nutze ich einfache Notizseiten fürs Smartphone, wo ich mir Gedanken und Ideen einfach aufschreiben kann. Außerdem hilft mir die ToDo-App bei Aufgaben, die kann auch wiederkehrende Tasks und das Fensterputzen kann ich meinem Mann zuweisen.
Über Vanessa
Auf meinem Blog www.queen-all.com finden all die vielen Ideen, kreativen Projekte und unzählige Themen, die mich interessieren und begeistern ein Zuhause. Dort fühle ich mich als Geschichtenerzählerin und arbeite mit Herzblut daran, mit meinen Beiträgen die digitale Welt unterhaltsam zu bereichern.
Ramona Rinke
Setzt du dir Jahresziele?
Ja – ich habe mir immer schon Ziele gesetzt. Hab aber das Gefühl das es viel zu unkonkret war. Eher so Wünsche und Träume. Angefangen hat es mit den guten Vorsätzen und dem Frust, wenn ich es wieder mal nicht geschafft hatte.
Wieviele? Da gab es Schwerpunkte. So etwa 3 – 6. Immer lieber etwas mehr. 😂 … Aus der Fülle in die Fülle.
Und woher nimmst du die Ideen? – Die sammeln sich über das Jahr. Es sind Schwerpunkte die sich herausbilden, was mir wichtig ist. Und diese haben sich später auch entwickelt, über das Visionsboard und die bewusste Zeit in den Rauchnächten. Einiges bleibt über die Jahre, dann spüre ich das es wichtig ist.
Wie gehst du vor, um größere Ziele in umsetzbare Schritte zu übersetzen?
Ich habe das Jahr und den Kalender im Blick. Je nach Lebenssituation plane ich dann darauf hin. Aber manchmal kommt eben der Alltag dazwischen und Pläne müssen überworfen werden. Es gibt auch Zwischenstepps, dann kommen gerade Ideen auf mich zu, die mich näher zu einem Ziel bringen sollen. Es sind dann erst mal Erfahrungen zu einem Thema. Bleibe ich nicht konkret dran, klappt es nicht immer mit der Erfüllung.
Welche Planungstools nutzt du?
Ich habe einiges ausprobiert. Da gab es Anleitungen, Workshops zum Thema Jahresplanung. Aber es sind die Planungen der anderen. Sonntags die Woche anschauen und planen, geht gut. Auch den Monat im Blick haben und ggf. korrigieren. Ich hab Kästchen im Kalender mit Aufgaben, die ich abhake. Listen helfen mir noch einmal zu sehen, was anliegt, daraus ergeben sich Prioritäten. Oder was ich schon geschafft habe. Dankbarkeitspraxis ist wichtig, um auch die kleinen Stepps zu würdigen.
Welche haben dir in der Vergangenheit geholfen, deine Ziele zu erreichen? Mein Kalender ist mir immer am wichtigsten. Ob er mir geholfen hat ? Hm… so habe ich Zwischenstepps im Blick. Dranbleiben. Im Prinzip ist alles im Kopf. Aber der Alltag bringt mich immer wieder heraus, wenn ich mir nicht bewusst Zeit nehme, um nach meinen Zielen zu schauen. Zeit für Integration und Reflektion ist mir auch wichtig. Gerade, wenn ich etwas Neues ausprobiere. Das bringt mich näher zu meinen Zielen.
Was für neue Tools probierst du ggf.? Ich habe jetzt die Idee das es für das Jahr 2025 einerseits konkreter mit meinen Zielen werden sollte. Und dann braucht es auch Zeit dafür, wie möchte ich ich mich fühlen, wenn ich dieses oder jene Ziel erreicht habe. Und ich möchte meinen Jahres – Kalender noch einladender gestalten und für das kommende Jahr vorbereiten.
Dann bin ich dabei ein Gemeinschaftsprojekt für einen Jahresbegleiter zu planen, in dem 13 Frauen kreativ für einen Monat mitwirken. Eine Frau für den März gibt es schon und mich. Also zwei. Ein Ziel für das nächste Jahr. Jetzt habe ich einen Kalender, der auf Reisen gehen soll, um so das Projekt umzusetzen. Jeder arbeitet seine Ideen hinein.
Wenn Ziele in der Lebendigkeit bleiben, fühlt es sich auch lebendig an. Auch ein Ziel von mir. Und ich meine genau darum geht es. Mit der eigenen Kreativität und Freude Ziele zu erreichen. Und trotzdem konkret zu werden. Und wieder loslassen …den Zielen Raum geben. Mehr danach zu schauen, was sich für uns richtig anfühlt.
Über Ramona
Ja kurz und drei Sätze … 😀 Mir macht es Freude neue Projekte zu entwickeln, gerade bin ich dabei meine Schreibreise nach Paris konkret in einem Buch, als Geschenkset umzusetzen.
Ich liebe es Potenzial zu entdecken und Mensch und LebensRaum zu verbinden. Wichtig ist mir die Natur, sie ist Kraftquelle und Lebensgrundlage, dafür braucht es mehr Bewusstsein.
Link: https://schreibendreisen.de
Simone Heydel
Setzt du dir Jahresziele?
Ich setze mir seit 2023 Jahresziele, aber dabei ist es dann auch meistens geblieben. Mittlerweile versuche ich, das Ganze etwas ernster zu nehmen. Wieviele Ziele es werden, hängt von meinen Projekten ab. Im Moment ist es mein Podcast, eine angedachte Community und ein lange vor mir hergeschobenes Buchprojekt. Plus Umsatzziele und Angebotsplanung. An Ideen mangelt es mir nie. Die kommen einfach.
Wie gehst du vor, um größere Ziele in umsetzbare Schritte zu übersetzen?
Ich plane von Woche zu Woche und überlege mir 3 Dinge, die ich tun kann, um mein Wochenziel zu erreichen. Danach schaue ich, was geklappt hat und was nicht und warum nicht. Die Wochenziele zahlen dann am Ende auf meine Jahresziele ein. Wenn du meinen Gedankengängen folgen kannst.
Welche Planungstools nutzt du?
Ich benutze am liebsten Zettel und Stift. Manchmal mache ich auch kleine Zeichnungen. Mittlerweile auch gerne Notion, um meine zahlreichen Projekte immer vor Augen zu haben.
Über Simone
Simone Heydel arbeitet als psychologische Online-Beraterin, Podcasterin und Künstlerin. Sie lebt in Teilzeit an der Westküste von Schweden und ist immer auf der Suche nach guten Geschichten.
Link: www.kopfausmisten.de
Jetzt Du!
- Setzt du dir Jahresziele? Wieviele? Und woher nimmst du die Ideen?
- Wie gehst du vor, um größere Ziele in umsetzbare Schritte zu übersetzen?
- Welche Planungstools nutzt du? Welche haben dir in der Vergangenheit geholfen, deine Ziele zu erreichen? Was für neue Tools probierst du ggf.?

