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Was ist eine Multipotentialistin?

Die Multipotentialistin

Eine Multipotentialistin kann sich nicht auf ein Projekt festlegen. Sie hat mehrere heiße Eisen im Ofen und ist ständig am Rotieren. Abwechslung macht sie kreativ und glücklich. Sie hat viele Hobbies und Rollen und erfindet sich immer wieder neu.

Vielleicht sind wir tief in unserem Innern alle ein bisschen wie die Multipotentialistin. Wir sind berufstätig, Hausfrau und Mutter zugleich, sowie Schwester, Tochter und angehende Künstlerin. Wir haben Hobbies, Leidenschaften und Interessen und schaffen es nicht immer alles unter einen Hut zu bringen. Das ist okay!

Multipotentialistin sein bedeutet nicht perfekt zu sein. Es bedeutet neugierig, aufgeschlossen und vielseitig interessiert zu sein. Es kann bedeuten, in einem unperfekten Job festzustecken oder kein Projekt jemals zu Ende zu bringen. Vielleicht sind wir unglücklich und fühlen uns unfähig uns angemessen auszudrücken. Oder wir erwarten einfach mehr vom Leben und packen es irgendwie nicht.

Was ist eine Multipotentialistin?

Ein/e Multipotentialist/in ist eine Person, die unterschiedliche Interessen und Leidenschaften hat und sich nicht auf ein Fachgebiet festlegen möchte. Multipotentialist/innen sind neugierig, flexibel und lernen sehr schnell. Sie sind leidenschaftlich, kreativ und leicht zu begeistern. Durch ihre vielseitigen Interessen sind sie oft in der Lage, scheinbar unzusammenhängende Dinge miteinander zu verbinden oder übergreifende Muster zu erkennen.

Multipotentialist/innen folgen oft eher einem inneren Antrieb, als gesellschaftlichen Vorgaben und ihr Verhalten ist für Außenstehende manchmal unverständlich. Sie können Schwierigkeiten haben, Sachen zu Ende zu bringen oder unter Burnout und Überforderung leiden. Mit der richtigen Planung und einer individualisierten Zeitmanagement-Methode können sie jedoch sehr viel erreichen.

Welche Arten von Multipotentialist/innen gibt es?

Barbara Sher unterscheidet in ihrem Buch „Du musst dich nicht entscheiden, wenn du tausend Träume hast“* zwei verschiedene Typen von Multipotentialist/innen: Wiederholungstäter und Wechsler.

Wiederholungstäter beschäftigen sich nacheinander mit ihren verschiedenen Interessen. Vielleicht praktizieren sie 7 Jahre lang japanischen Schwertkampf, um danach mit Pflanzenzüchtung zu beginnen und das Schwert nie wieder anzuschauen. Oder sie lernen 3 Monate lang Javascript, um dann festzustellen, dass sie sich doch lieber mit Online-Marketing beschäftigen wollen.

Für Wiederholungstäter ist jedes Thema irgendwann mal durch und verliert seinen Reiz. Doch die Expertise, die sie in einem Bereich erworben haben, nehmen sie mit in ihre nächste Leidenschaft, sodass sie zahlreiche Metafähigkeiten erwerben können. Allerdings nur, sofern es ihnen gelingt, lange genug bei der Stange zu bleiben.

Wechsler lieben die Abwechslung. Manche von ihnen switchen mehrmals täglich zwischen ihren verschiedenen Interessen und Rollen. Andere beschäftigen sich monatelang mit einer Sache, widmen sich dann der nächsten, um nach einiger Zeit wieder auf das ursprüngliche Projekt zurückzukommen. Für diese Multipotentialisten ist ein Interesse nie erschöpft und sie kommen immer wieder auf ihre liebsten Leidenschaften zurück.

Welche Lebensmodelle passen für Multipotentialist/innen am besten?

Emilie Wapnick hat für ihr Buch „How to Be Everything: A Guide for Those Who (Still) Don’t Know What They Want to Be When They Grow Up„* unzählige Multipotentialist/innen interviewt. Dabei haben sie diese vier Lebens- und Arbeitsmodelle als die häufigsten herauskristallisiert:

  1. Die Gruppenumarmung ist ein Job oder Business, bei dem man mehrere Hüte tragen kann. Es handelt sich oft um interdisziplinäre Tätigkeiten, bei dem mehrere Fachgebiete zusammengebracht werden.
  2. Beim Slash-Ansatz hat die Person ihren Lebensunterhalt auf mehrere Einkommensquellen verteilt und wechselt zwischen verschiedenen Projekten. Slash steht dabei für den Schrägstrich. Man könnte zum Beispiel Marketing-Managerin/Yoga-Lehrerin sein.
  3. Der Einstein-Ansatz besteht in einem sicheren Brotjob, den man mit Nebenprojekten aufstockt. Der Vorteil dieser Methode liegt darin, dass nicht alle Leidenschaften immer sofort Geld abwerfen müssen.
  4. So wie der Phönix stirbt und aus der Asche wiedergeboren wird, wechselt beim Phönix-Ansatz die Person ihren Beruf komplett und fängt nach einiger Zeit etwas ganz Neues an.

Wie wird man eine erfolgreiche Multipotentialistin?

Drei Zutaten sind für das Gelingen von mehreren Projekten gleichzeitig von ultimativer Bedeutung: Kreativität, Selbstmanagement und Lernstrategien. Indem man an diesen Schrauben dreht, kann man sehr effizient vorankommen und sich dabei persönlich entfalten.

Dabei musst du für dich selbst definieren, was du genau unter Erfolg verstehst. Der Einen sind vielleicht Feedback von außen oder das Erreichen von Meilensteinen wichtig, während es für die Andere viel mehr darauf ankommt, innere Befriedigung aus ihrem Tun zu ziehen. Ich möchte dich dazu einladen, dir ganz genau auszumalen: Was müsste passieren, damit du dich erfolgreich fühlst?

Hinterlasse mir die Antwort gern als Kommentar.

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