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Was du aus dem Märchen „Aschenputtel“ für deine Karriere lernen kannst

Dieser Artikel ist der fünfte Teil einer Artikelserie, die unter dem Motto “Karrieretipps aus Märchen” steht. In vielen Märchen geht es um Personen, die nach einer Reihe von Widrigkeiten und Herausforderungen zu großen Erfolgen gelangt sind. Daher werden wir verschiedene Märchen untersuchen und gucken, was man aus ihnen im 21. Jahrhundert für die eigene Karriere lernen kann.

In den ersten Beiträge der Serie beschäftigten wir uns mit Rumpelstilzchen, Rapunzel, Rotkäppchen und dem Froschkönig. In diesem Artikel geht es um das Märchen Aschenputtel.

Zusammenfassung des Märchens

Die Tochter eines reichen Mannes wächst wohlbehütet auf. Als die Mutter stirbt, bittet sie auf dem Totenbett die Tochter, ein Bäumlein auf ihrem Grab zu pflanzen, an dem sie rütteln solle, wenn sie einen Wunsch habe, was die Tochter auch tut. Zwei Jahre nach dem Tod ihrer Mutter heiratet der Vater eine Witwe, die zwei Töchter mit ins Haus bringt. Stiefmutter und Stiefschwestern machen dem Mädchen auf alle erdenkliche Weise das Leben schwer. Weil es nicht nur gröbste Schmutzarbeit leisten, sondern fortan auch in der Asche neben dem Herd schlafen muss, wird das Mädchen Aschenputtel genannt.

Eines Tages gibt der König einen Ball, der drei Tage dauert. Die Stiefschwestern lassen sich von Aschenputtel für den Ball vorbereiten und geben ihr eine Schüssel voller Linsen, die sie bis zum Abend lesen soll. Als Aschenputtel sich an die Arbeit macht, kommen zwei Tauben angeflogen und fragen sie, ob sie ihr helfen sollen. Aschenputtel antwortet: „Ja, die schlechten ins Kröpfchen, die guten ins Töpfchen.“ Dann stellt sie sich auf die oberste Stufe des Taubenschlages und kann so ihre Schwestern beim Tanz mit dem Prinzen sehen.

Als die Schwestern am nächsten Tag die gelesenen Linsen sehen und hören, dass Aschenputtel ihnen zugesehen hat, lassen sie den Taubenschlag abreißen. Sie geben dem Mädchen einen Sack voll Wicken, die Aschenputtel wieder auslesen soll. Abermals fliegen die Tauben herbei und helfen ihr bei der Aufgabe. Sie raten ihr, zu dem Bäumlein auf dem Grab ihrer Mutter zu gehen und sich schöne Kleider zu wünschen, aber sie solle vor Mitternacht wieder zu Hause sein. Als Aschenputtel also das Bäumchen schüttelt und spricht: „Bäumlein, rüttel und schüttel dich, wirf schöne Kleider herab für mich!“, liegen danach ein silbernes Kleid sowie Perlen, Strümpfe und silberne Pantoffeln vor ihr.

Als sie das Kleid angezogen hat, steht vor ihrer Tür ein Wagen mit sechs Rappen, der sie zum Schloss bringt. Im Schloss hält der Prinz sie für eine fremde Prinzessin, und die Schwestern, die sie nicht erkennen, ärgern sich, dass jemand schöner ist als sie. Um Mitternacht verlässt Aschenputtel den Ball und gibt die Kleider an das Bäumchen auf dem Grab zurück.

Am nächsten Morgen sind die Schwestern schlechtgelaunt und geben Aschenputtel erneut eine Schüssel mit Erbsen, die sie aussortieren muss. Wieder helfen ihr die Tauben, und sie geht zu dem Bäumchen für ein neues Kleid. Diesmal ist es aus Gold und Edelsteinen, und sie erhält auch goldene Schuhe. Vor ihrer Tür steht diesmal ein Wagen mit sechs Schimmeln, der sie zum Ball fährt. Als die Schwestern sie sehen und nicht erkennen, werden sie blass vor Neid. Der Prinz hat aber, damit sie nicht so schnell fortlaufen kann, die Schlosstreppe mit Pech bestrichen. Aschenputtel vergisst beim Tanzen die Zeit. Als sie den Glockenschlag hört, fällt ihr die Warnung der Tauben ein, und sie erschrickt.

Beim Hinausrennen bleibt einer ihrer Schuhe im Pech hängen. Der Prinz lässt bekanntgeben, dass er Diejenige heirate, der der Schuh passe, doch allen ist der Schuh zu klein. Der Königssohn forscht auch im Haus des Vaters nach. Die beiden Stiefschwestern versuchen vergebens, den zierlichen Schuh über ihre Füße zu ziehen. Auf den Rat der Mutter hin schneidet sich die erste die Ferse und die zweite den großen Zeh ab. Auf dem Weg zum Tor wird der Betrug jedoch beide Male durch die Tauben aufgedeckt: „Rucke di guck, rucke di guck! Blut ist im Schuck (Schuh): Der Schuck ist zu klein, die rechte Braut sitzt noch daheim.“ Aschenputtel, der als Einziger der Schuh passt, wird schließlich als wahre Braut erkannt.

(Quelle: Wikipedia)

Figuren und Erkenntnisse

Die offensichtliche Moral des Märchens ist, dass Fleiß und Demut belohnt werden. Aschenputtel musste so viel über sich ergehen lassen. Obwohl sie eine Tochter aus gutem Hause ist, musste sie niedere Arbeiten erledigen und sich von den sinnlosen Aufgaben der Stiefschwestern demütigen lassen. Durch die Hilfe der Täubchen konnte sie dieser Demütigung entgehen. Gute Freunde, ein starkes Netzwerk, sind unfassbar wichtig und nicht nur im Märchen kommt Hilfe manchmal aus unerwarteten Ecken.

Aschenputtel ist natürlich die Siegerin des Märchens, aber sie legt es scheinbar nicht darauf an. Tatsächlich wissen wir nicht, ob es ihr Ziel ist, einen Prinzen zu heiraten, wahrscheinlich will sie einfach nur einen schönen Abend haben und der Tristess ihres Daseins entfliehen. Getreu dem Motto “Dabeisein ist alles” schleicht sie sich aus dem Haus davon auf den Ball. Großevents sind vielleicht nicht jedermanns Sache, aber zum Netzwerken bieten sie tolle Gelegenheiten.

Dabei kann niemand die Augen von Aschenputtel abwenden, auch der Prinz nicht, weil sie das schönste Kleid von allen trägt (und ihre natürliche Schönheit dadurch erst richtig zur Geltung kommt). Kleider machen eben Leute und es ist ein einfacher Weg, Aufmerksamkeit von ganz oben zu bekommen. Aschenputtel kleidet sich (unabsichtlich) für den Job, den sie haben möchte und bekommt ihn auch. Diesen Tipp sollte sich wirklich jede/r zu Herzen nehmen.

Natürlich ist Aschenputtel auch vorbildlich und hält sich an die Regeln. Um Mitternacht ist die Party für sie zu Ende und sie kehrt zurück nach Hause.

Der Prinz ist ein schlauer Fuchs und Opportunist. Die Schlosstreppe mit Pech einschmieren zu lassen, ist eine originelle und kreative Idee und führt ihn zum Erfolg. Er denkt zielorientiert und im Voraus. Das alles sind Erfolgsqualitäten, von denen wir uns eine Scheibe abschneiden können.

Die Stiefschwestern sind gemein und boshaft, sie versuchen zu betrügen, kommen damit aber nicht durch.  

Aschenputtel entkommt aus ihrer aussichtslosen Situation und zieht als Königin ins Schloss ein.

Fazit

Dieses Märchen ist ziemlich eindeutig. Folgende Karrieretipps können wir daraus herleiten:

  1. Ein starkes Netzwerk ist in Notsituationen Gold wert.
  2. Großevents sind tolle Gelegenheiten, neue Leute kennen zu lernen.
  3. Kleide dich für den Job, den du haben möchtest.
  4. Denke im Voraus und ergreife Gelegenheiten.

Jetzt Du!

Was kann man noch aus diesem Märchen lernen? Ist dir vielleicht ein ganz anderer Punkt aufgefallen?

Schreib mir gern einen Kommentar! <3

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